Nächtliche Zustandsinspektionen in Bern

Lorraineviadukt, Bern

Im Rahmen eines SBB-Studienprojekts dürfen wir derzeit das Lorraineviadukt in Bern überprüfen, mit dem Ziel, Massnahmen zu definieren, damit die Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit dieses zentralen Bauwerks im schweizerischen Bahnnetz langfristig gewährleistet bleiben.

Das vierspurige Bahnviadukt mit einer Gesamtlänge von 1'093 Metern prägt seit seiner Erbauung im Jahr 1940 das Stadtbild von Bern. Kernstück des Abschnitts bildet die imposante Bogenbrücke, die mit einer Spannweite von 150 Metern die Aare überquert.

Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt ist die Zustandserfassung der insgesamt 23 Hohlkammern in den Pfeilerkopfbereichen. Diese sind nur während einer nächtlichen Streckensperrung direkt vom Bahntrassee aus zugänglich.

Deshalb machte sich unser Team aus fünf Ingenieuren zu dem nicht ganz alltäglichen Einsatz auf. Während im Hintergrund noch die Klänge des Berner Stadtfests durch die Nacht hallten, waren wir unterwegs, um den Zustand der Hohlkammern sorgfältig und systematisch zu dokumentieren.

Dank des grossen Engagements aller Beteiligten konnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen und die Kammern umfassend dokumentiert werden.

Die Auswertung der Inspektionsdaten bildet nun die Grundlage für die weiteren Planungsschritte und die Entwicklung geeigneter Erhaltungsmassnahmen.

Wie danken der Bauherrschaft für das entgegengebrachte Vertrauen.

 
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